Oncidium jonesianum

#1 von Heidi , 04.02.2011 21:05

Seit 4 Jahren kultiviere ich das "Rattenschwanz-Oncidium" aufgebunden, sehr hell, möglichst Knallsonne. Z.Zt. wird es alle 2 Tage gesprüht, nach Triebabschluß schränke ich die Wassergaben radikal ein. Ende Mai/Anfang Juni hänge ich es in den Garten ganzoben in einen Ast, wo es stundenlang brutzeln kann. Wasser bekommt es dann nur wenn es regnet, oder wenn es sehr lange trocken ist, mal mit dem Gartenschlauch. Manche kultivieren es andersrum aufgebunden, also die Rattenschwänze nach unten, aber ich habe es so von Leni gekauft.

LG Heidi


 
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RE: Trichocentrum (Oncidium) jonesianum

#2 von riverjack , 09.09.2016 10:55

Hallo zusammen,

ich krame mal diesen älteren Thread aus, da dieser schon in der Kultur-Datenbank verlinkt ist, aber leider die Bilder fehlen.
Meine Pflanze habe ich vor etwas mehr als einem Monat mit zwei Blütentrieben (aus Ismaning) bekommen.
Die Pflanze hängt bei mir im Freiland mit nur wenig direktem Sonnenschein, musste ja noch akklimatisiert werden.
Gesprüht wurde bisher in der Hitzephase je 1x morgens und abends (abends gegen 19°°mit leicht aufgedüngtem Wasser)
Vor drei Wochen hat sie dann mit dem Blühen begonnen.

Die erste Blüte hat leider eine verkümmerte und gespaltene Lippe.


Die nächste Blüte war dafür aber voll entwickelt. Auf den anderen Blütestand mit ebenfalls zwei Knospen warte ich noch.


Habitus: (links daneben eine Trichocentrum cebolleta, welche ebenso häufig gesprüht wird)


Die "feuchte" Kultur scheint der Pflanze zu behagen. Jedenfalls treibt sie schöne neue Wurzeln und die Wurzelspitzen an den älteren Wurzeln sind ebenfalls aktiv am wachsen.
Bemerken muss ich allerdings, dass die Pflanze mit nur sehr wenig Pflanzstoff aufgebunden ist und es bei mir meist verhältnismäßig luftig (windig) ist.
Somit trocknet die Pflanze auch nachts relativ schnell ab.


Jetzt bleibt nur abzuwarten, ob ich sie nächstes Jahr wieder zum Blühen bringe.

LG, Heiko


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RE: Trichocentrum (Oncidium) jonesianum

#3 von riverjack , 07.10.2016 09:47

Durch Zufall konnte ich heute eine interessante Entdeckung machen.
Vor drei Tagen habe ich die drei restlichen Blüten bestäubt.
Heute habe ich gesehen, dass sich der obere Anteil des Säulchens über die Narbe "umgeklappt" hat und so die Narbe verschlossen wurde.
Dient wohl dem Schutz der bestäubten Narbe vor äußeren Einflüssen.

Das erste Bild ist ein Ausschnitt aus einem Blütenfoto und aufgrund der Vergrößerung unscharf. Aber ich denke man kann dennoch gut erkennen worum es geht.
unbestäubte Blüte:


bestäubte Blüte:


Keine Ahnung, ob das bei anderen Orchideen auch so ist. Habe bisher noch nicht darauf geachtet.

LG, Heiko


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RE: Trichocentrum (Oncidium) jonesianum

#4 von Syn333 , 07.10.2016 09:54

Das ist ja interessant! Bei Phals habe ich das nicht beobachtet, die haben diese Klappe ja nicht. Da schließt sich nur die Narbe komplett und schließt den Pollen so ein.


Liebe Grüße
Sandra

 
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RE: Trichocentrum (Oncidium) jonesianum

#5 von riverjack , 07.10.2016 10:09

Also auch ein Schutzmechanismus, wenn auch in einer anderen Form.

Aber nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Das Umklappen geschieht hier nicht schlagartig, sondern mit der Zeit.
Vielleicht wäre überneigen ein passenderer Ausdruck.

LG, Heiko


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