Zitat von Birgit22 im Beitrag #1530
Ich glaube irgendwie nicht so wirklich, dass der Dünger mehr "verdampft", wenn das Glas nicht dicht abgeschlossen ist.
Nein, Dünger verdampft nun wirklich nicht. Allerdings ist das Glasinnere ein eher komplexes System aus organischem Substrat und Millionen Kleinstlebewesen. Da vorherzusagen, wie sich die Ionenkonzentrationen im Lauf der Zeit verhalten halte ich für gewagt.
Nur als Beispiel, die unterschiedlich groben Substrate zersetzen sich unterschiedlich schnell, bei diesen Zersetzungsvorgängen werden sowohl Ionen als auch organische Stoffe freigesetzt, aber eben auch "verbraucht". Insbesondere bindet die Zersetzung von Rinde wohl Stickstoff, der dem System zunächst nicht mehr zur Verfügung steht.
Sollte es allerdings in größerem Maßstab zum Verdunsten und Verlust des Wassers kommen spricht einiges dafür, dass sich die Ionenkonzentration im Restwasser deutlich erhöht. Deswegen hat die Dampfspere schon einen Sinn. Ich erinere mich noch dunkel an einige Postings mit Bildern, in denen deutlich zu sehen war, dass bei Sonneneinstrahlung im Glas Verdunstung unten und Kondensation im oberen Bereich stattfindet.
Generell liebäugle ich schon seit längerem damit, in einigen Gläsern Probeentnahmeschläuche mit einzubauen um die Wasserqualität über die Zeit mal zu überprüfen, da mir allerdings keine adäquaten Analysemöglichkeiten zur Verfügung stehen wäre das wohl nur auf Leitfähigkeit, pH und ggf. mit dem Tetra Aquarientest noch Phosphat (Keine Ahnung wie genau der ist) möglich.
Wovon ich aber bislang ausgehe ist, dass sobald Wurzeln in das Reservoir eingewachsen sind eine Düngung im Glas stattfinden kann und ggf. auch nötig ist, leider ist das allerdings, siehe oben, eher ein Blindflug. Mein Maudiae(?) 'vinicolor' wächst z. B. blüht regelmässig, macht mir aber eher einen Bonsai Eindruck, 16 cm Blattspanne, 2,5 cm Blattbreite. Da wäre vielleicht sogar noch mehr, eventuell auch stickstoffbetontere (??), Düngung angebracht.

Was ist neu?
Birgit



















