Lonis Orchideenforum

RE: Comparettia

#31 von blubber , 23.01.2026 20:28

Danke Heike. Ich wollte lieber nicht wirklich was dazu schreiben, weil ich mir noch nicht sicher bin ob das so sinnvoll ist. Ich habe die Pflanzen jetzt zwar schon etwas über 2 Jahre aber bin mir immernoch nicht so sicher. Seit Ende des letzten Sommer habe ich sie in Moos gepflanzt, weil irgendwie nicht so wirklich was vorwärts ging. Ich hatte das Gefühl es ist ihnen eher zu trocken. Ich hatte sie vorher in Colomi, ich wollte das probieren, weil das für die Tolumnias ganz gut zu gehn scheint. Aber ich glaube die beiden hatten zu wenig Wurzeln und das ist einfach zu schnell ausgetrocknet. Hatte das halt immer nur angesprüht. Im Sommer sogar teilweise jeden Tag. Aber ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass es wirklich passt. Jedenfalls jetzt sind sie in Moos (in der Mitte von Topf (6er) ist glaub auch noch ein Verpackungschip). Mom. tauche ich vom Topf bis ca. das untere Drittel einmal pro Woche. Es soll ja nicht zu naß werden und es verteilt sich ja auch noch. Ob das jetzt wirklich besser ist, kann ich nat. noch nicht wirklich sagen. Da muss ich noch auf den nächsten Neutrieb warten und mal sehn wie der sich macht. Ich hoffe die wachsen dann endlich mal. Ans. stehen sie mit unter der Arcardia und Temp. ist mom. 16 -18 °C.


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zuletzt bearbeitet 23.01.2026

RE: Comparettia

#32 von Volker , 19.02.2026 09:11


Comparettia Oberhausen (macroplectron x speciosa)
Geschenkt bekommen als aufgebundene JP, gleich umgetopft im hängenden Mini-Topf mit viele Löcher und Substrat von Blähton in die Mitte des Topfes und rundum Rinde und Kokosfasern.

Dann habe ich nach 4 Jahren mal umgetopft und umgehängt, hat ihr leider nicht gefallen und ist gleich abgekratzt. Anscheinend sehr empfindliche Art, besonders fürs Wohnzimmer.

Versuch #2: habe mir vor kurzem eine macroplectron gekauft, wieder im gleichen Substrat usw. Sie hängt übrigens 5 Meter entfernt vom Klima Anlage wo ich mit heize und kühle, also immer gute Luftzug da. Bis jetzt scheint es ihr zu gefallen, sie hat einen großen Neutrieb gemacht, muß aber noch abwarten ob sie es schafft um gut durch zu wurzeln.


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RE: Comparettia

#33 von Solanum , 19.02.2026 11:26

Sehr schöne Blüten! Ja, Comparettia ist leider notorisch schwierig... Ich habe seit dem Herbst wieder eine speciosa, ich weiß gar nicht mehr, ob das Versuch 3 oder 4 ist. Die Bedingungen sind auf jeden Fall anders als zuvor, da ich inzwischen eine warme Vitrine habe. Bisher geht es ihr sehr gut. Ich hatte sie mit einer Rispe gekauft und sie hat nicht nur geblüht, sondern inzwischen zum 3. Mal an derselben Rispe eine Verzweigung gemacht mit Knospen. Ich würde nicht behaupten, dass sie sehr viel Luftbewegung bekommt, aber sie kann gut abtrocknen und ich denke, das ist das Wichtigste.


Schöne Grüße,
Heike


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RE: Comparettia

#34 von Christian N , 20.02.2026 09:01

Ich habe die gleiche Erfahrung wie Heike gemacht.
Meine Schlußfolgerung dazu ist:

Die Zweigepiphyten unter den Orchideen schaffen es, die zum Gedeihen benötigte Feuchte mit ihrem feinen Wurzelwerk aus der Luft heraus zu kondensieren.
Das Blattwerk und Neutriebe bekommen dabei nicht so viel Feuchtigkeit ab.

Alle Zweigepiphyten, wie z. B. Comparettia, Tolumnia, Erycina und Ionopsis haben in der Natur ein fein verweigtes Luftwurzelwerk.
Dieses kann man auch bei gut kultivierten Exemplaren aus Gärtnereien beobachten.

Inzwischen ist es mir gelungen, Arten der oben erwähnten Gattungen über längere Zeit zu kultivieren, wenn ich nur die Wurzeln benetzt habe.
Vorraussetzung ist eine Blockkultur ohne Substrat.
Verwendet wird mit Wasserstoffperoxid behandeltes Regenwasser, dem Orchideendünger in der halben Konzentration zugesetzt wird. Gelegentlich wird Wasser ohne Dünger genommen.

Die Luftfeuchte liegt zwischen 70 und 80 % und es wird 2 Stunden am Morgen genebelt.
Die ganze Zeit läuft ein Lüfter.

Trotzdem bleibt diese Kultur eine Herausforderung, jeder Fehler wird bestraft.
Die Triebe werden gelb und fallen ab, die Folge von Infektionen.

Da sich diese Orchideen leicht und schnell aus Samen heran ziehen lassen und sehr blühwillig sind, werden sie regelmäßig gehandelt.
Wie hoch die Lebenserwartung in der Natur ist, wurde noch nicht beschrieben.
Die Züchter halten sie jedoch für kurzlebig, 5 Jahre sind schon rekordverdächtig.



Gruß
Christian

(Meine Orchideen unter orchideenreigen bei Instagram)


Christian N
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