Lonis Orchideenforum

Paphiopedilum hangianum

#1 von Tobs30 , 02.04.2026 09:41

Da ich noch nichts dazu gefunden habe, eröffne ich Mal dieses Thema.
Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines blühfähigen Paphiopedilum hangianum aus Großräschen. Die Pflanze kam mit relativ guten Wurzeln, 2 Neutrieben und einer Blütenknospe hier an, ich bin voll begeistert! Laut meinen Informationen (zu hangianum gibt es nicht allzu viele Infos) wächst sie in kalkhaltigem Substrat eher warm temperiert bei moderatem Licht. Jungpflanzen sollen elendig langsam wachsen, aber ab der ersten Blüte sollen sie wohl langsam einen Zahn zulegen. Ich bin gespannt! Wenn jemand diese Pflanze auch kultiviert fände ich einen Austausch sehr spannend!
Hier nun die Pflanze:


Neutriebe sind schon angesetzt.


Liebe Grüße, Tobi 😉


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RE: Paphiopedilum hangianum

#2 von Tobs30 , 02.04.2026 09:45

Da Sangii, bungebelangii, canhii, rungsuriyanum und rothschildianum bei mir bisher tun was sie sollen, dachte ich mir ich hole mir mal was richtig edles! Auch als Belohnung für das erfolgreiche Überstehen einer stressigen Phase in der Arbeit.
Hier nochmal die Blütenknospe:

Natürlich ist sie noch nicht an ihrem endgültigen Kulturplatz, sie würde gestern noch mit Regenwasser versorgt.


Liebe Grüße, Tobi 😉


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zuletzt bearbeitet 02.04.2026

RE: Paphiopedilum hangianum

#3 von Tobs30 , 03.04.2026 11:48

Ich gebe mal noch ein paar Infos zum natürlichen Vorkommen der Art:
Sie wurde wohl im nördlichen Vietnam nahe der Yunnan Provinz in China in einer Höhe von 400 bis 700 Metern auf stark verwittertem Kalkstein gefunden. Sie wächst wohl schattig in Moospolstern auf diesem Kalkstein in den dort vorkommenden Hartlaubwäldern. Es wird zu den klimatischen Bedingungen von einem saisonalen Wechsel von kühlen, trockenen Wintern und warmen, feuchten Sommern berichtet.
Die Pflanze selber wurde wohl nur in einem ziemlich kleinen Gebiet gefunden und erst 1999 von Perner & Gruss beschrieben. Sie gehört in die Sektion Parvisepalum.
Es soll die einzige Art der Gattung Paphiopedilum mit deutlich wahrnehmbarem, süßlichen Blütenduft sein (obwohl ich persönlich bereits einen diffusen, süßlichen Duft bei Paphiopedilum primulinum und niveum wahrnehmen konnte).


Liebe Grüße, Tobi 😉


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RE: Paphiopedilum hangianum

#4 von rohar , 03.04.2026 13:59

Zitat von Tobs30 im Beitrag #1
....Laut meinen Informationen (zu hangianum gibt es nicht allzu viele Infos) wächst sie in kalkhaltigem Substrat eher warm temperiert bei moderatem Licht......


Ein paar Info's dazu aus dem Vortrag von Chu Xuan CANH in Dresden.

Nordvietnam in Höhen von 900 m - 1200 m
Licht 50 - 70 % (ähnlich helenae, appletonium, barbigerum....)

Die Standortfotos zeigen Pflanzen in senkrechten Kalksteinwänden (teilweise unter kleinen Dächern) nahezu ohne Substrat, außer dem was sich in Rissen angesammelt hat. Da überall etwas Begleivegetation um die Pflanzen ist, scheint es sich um etwas feuchtere Stellen als die Umgebung zu handeln.

Hoffe, das hilft etwas weiter.


rohar
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RE: Paphiopedilum hangianum

#5 von Tobs30 , 03.04.2026 14:23

Ui sehr spannend! Danke! Ich sehe schon ich habe was verpasst, ich war nämlich nicht in Dresden 🙈


Liebe Grüße, Tobi 😉


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RE: Paphiopedilum hangianum

#6 von Tobs30 , 08.04.2026 21:24

Kultiviert die Art wirklich niemand von euch?


Liebe Grüße, Tobi 😉


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RE: Paphiopedilum hangianum

#7 von Sveni , 09.04.2026 19:48

Hallo @Tobs30
Doch ich aber noch ziemlich klein und noch lange nicht da wo deine zur Zeit ist
Gruß Sven


Sveni
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RE: Paphiopedilum hangianum

#8 von Tobs30 , 09.04.2026 20:05

Hey voll cool! Deine sieht sehr gut und fit aus!
Wie pflegst du deine?


Liebe Grüße, Tobi 😉


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RE: Paphiopedilum hangianum

#9 von Sveni , 09.04.2026 20:12

So wie alle meine Paphiopedilum mit viel ca 50 -60% Luftfeuchtigkeit Substrat halb Kokos briks halb mineralisch alle 3 Monate leicht kalken
Gedüngt alle zwei Wochen 2-300 my
Gruß Sven
Überlege ob ich beide raus Stelle im Sommer habe auch eine emmer noch


Sveni
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RE: Paphiopedilum hangianum

#10 von Tobs30 , 09.04.2026 20:18

Danke für die Infos, meine dürfte unter ähnlichen Bedingungen wachsen. Substrat aus Rinde, Perlite und Muschelkalk, Temperaturen eher temperiert als warm.


Liebe Grüße, Tobi 😉


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