Lonis Orchideenforum

RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#31 von Waldi , 28.12.2017 10:13



Ich dachte eigentlich an ein zweites, dann aber nur mit Orchideen (Bromelien nehmen einfach zu viel Platz weg).

Bin gespannt, wie Du Dich entscheidest.


Freundliche Grüße
Waldi


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#32 von hams1672 , 28.12.2017 14:34

Ich werde es wie bei der Planung des großen Terras machen - mir vieeeel Zeit lassen, halbe Sachen sind so gar nicht mein Ding.


Liebe Grüße
Heike


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#33 von jens , 28.12.2017 14:48

Du wirst wohl nicht anders können als dir noch ein Terrarium/Vitrine zulegen zu müssen,Heike!
Bei mir im Wohnzimmer stehen neben dem Anolisterrarium auch noch 4 Vitrinen mittlerweile,im Schlafzimmer eine Homebox und eine kleine Vitrine.
Desweiteren habe ich über den Winter ein Balkongewächshaus noch im Wohnzimmer untergebracht.
In Planung habe ich im Moment eine Vitrine für den Kaltbereich,sie soll 100 x 0,80 x 120cm (LxBxH)werden.
Aber das Projekt fange ich erst nächstes Jahr an.
Gruß Jens


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#34 von hams1672 , 28.12.2017 15:04

Wow, nur gut dass die Quadratmeterzahl meiner Wohnung das Ausbreiten von Terrarien doch deutlich begrenzt. Neben dem Terrarium stehen auch noch zwei Aquarien darin, eines mit 125l und eines mit 40l, von daher wird wohl doch eher nur ein kleineres Terrarium Platz finden.


Liebe Grüße
Heike


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#35 von jens , 28.12.2017 15:16

Ich habe auch nur ca.30 (29,4)Quadratmetern Wohnfläche zur Verfügung,Heike!
Gruß Jens


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#36 von hams1672 , 28.12.2017 17:53

Chapeau! Ein paar Quadratmeter mehr habe ich schon, wenn auch nicht viel, aber dass Du dann auch noch Vitrinen/Terrarien in der Größe unterbringen kannst ... Respekt, da ziehe ich wirklich den Hut.


Liebe Grüße
Heike


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#37 von jens , 28.12.2017 18:10

Es ist schon ein Unterschied,wenn man alleine lebt und so mehr Platz zur Verfügung hat als das man noch auf jemanden anders Rücksicht nehmen müßte!
Da ich zwar gern esse,aber nicht koche ist eine Küche für mich überflüssige Platzverschwendung und es gibt sie daher nicht.
Da ich ein Einzelgänger bin brauche ich auch nicht viel Komfort in der Wohnung,nur das nötigste muß vorhanden sein.
Gruß Jens


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#38 von hams1672 , 29.12.2017 06:47

Okay, wenn ich mir vorstelle, meine Küche auszurangieren ... ... ja, dann wäre tatsächlich Platz für noch so einiges an Terrarien oder Vitrinen. Aber da ich leidenschaftlich gern koche, ist das keine Option und eigentlich bin ich doch zufrieden so wie es ist. Werde schon noch ein Plätzchen finden, wo ich weitere Minis unterbringen kann, denn ich habe gestern erst den Thread von @Solanum über ihren Besuch bei Ecuagenera entdeckt, in dem sie ihre Eindrücke und vor allem Fotos mit uns teilt - einmalige Bilder von wunderschönen Pflänzchen - und mein 'Haben-wollen-Gen' spielt gerade völlig verrückt.


Liebe Grüße
Heike


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#39 von Sunflower , 09.01.2018 23:11

Hallo Heike,

großartiges Terra!
Sowas ist auch schon lange mein Traum, auch mit Pfeilgiftfröschen. Ganz schlimm wurde der Wunsch, als ich mal beim von Peter erwähnten Rana war.
Wie werden denn deine dann eventuell mal rufen? Eher flöten oder pfeifen? Ich habe Bekannte, die ihre Froschterras aus genau diesen Gründen nicht im Schlafzimmer aufgestellt haben. Manche Frösche sind da wohl etwas penetrant.

Ich habe mir auch genau deine Technik durchgelesen, scheint alles kein Hexenwerk zu sein. Ein paar Nachfragen aber doch: Hast du die Xaxim-Platten einfach nur eingeklemmt oder sind die irgendwie anders befestigt?

Ich werde zwar auch in absehbarer Zeit kein Terra einrichten, aber hier steht noch ein leeres zum Paludarium umgebautes Aqua mit 80er Kantenlänge. Das flüstert mir schon seit Tagen zu, dass ich es endlich mal einrichten sollte. Und dann sehe ich deinen Thread... Jetzt juckt es in den Fingern, zumal ich fast alles da habe, was es braucht. Außer eben einer Wand"begrünung" und auch wegen der Abdeckung muss ich mir Gedanken machen. Zudem hatte bisher das Problem, dass Wurzeln im Wasser keine Probleme gemacht haben (habe auch Aquas), aber sobald sie nicht vollständig davon bedeckt waren, anfingen zu gammeln.

Könntest du netterweise mal ein paar wenige Fotos vom "Glaskasten" machen, mich interessiert, wie die Technik angebracht ist. Dankeschön!


Liebe Grüße,
Conny


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#40 von hams1672 , 10.01.2018 15:44

Hallo Conny,

leider kann ich von der Technik im Terrarium keine Bilder zeigen, da diese gleich beim Aufbau mehr oder weniger unsichtbar integriert wurde und inzwischen von Moosen und KletterFarnen überwuchert ist.

Aber ich versuche einfach mal ein paar deiner Fragen zu beantworten.

- Die kleinen RanitomeyaArten sind eher leise in ihrem Ruf. Die Art die ich mir ursprünglich ausgesucht habe, hat einen eher trillernden Ruf, wie die Art die ich dann letztendlch bekommen habe ruft, kann ich erst sagen, wenn ich es mit viel Glück selbst hören werde.
- Die Xaximplatten (das weiche aus Neuseeland) an den Scheiben sind mit Aquariensilikon fixiert. Auf diese Weise sind sie fest verankert und man kann sie wieder entfernen, sollte es wirklich einmal notwendig sein.
- Für ein Terrarium ist Hartholz am besten geeignet, da diese Holzart nur schwer verrottet und auch anhaltender Feuchtigkeit auf Dauer widerstehen kann. Ich habe Mangroven- und Moorkienholz verwendet, Savannen- und Mopanieholz geht aber auch gut.
- Anhaltende Wärme und Feuchtigkeit sind immer gute Voraussetzungen für Schimmel an Naturdekorationen, egal ob Holz, Xaxim oder Nussschalen, war bei mir zu Beginn auch so. Nicht davon beeindrucken lassen, der verschwindet ebenso schnell wieder wie er gekommen ist und wenn die Xaximplatten immer feucht gehalten werden und ordentlich Licht bekommen, dauert es danach nicht mehr lange, bis sich die ersten Moose oder auch Farne zeigen.

Die Technik im Innenraum

- Das Heizkabel ist über die gesamte Ebene der großen Moorkienwurzel mit V2A Edelstahlklammern angetackert - unterhalb der dicken Äste, so dass das weiße Kabel nicht zu sehen ist. Dazu habe ich dann auch noch DIY-Lianen (selbstgemachte Lianen aus Jutestoff, schwarzem AquarienSilikon und Kokoshumus) als Sichtschutz genutzt. Funktioniert super, da die Lianen inzwischen von kleinbleibenden Kletterfarnen überwuchert sind.
- Die Pumpe für den Miniwasserfall ist unter einem Schieferaufbau versteckt.
- Der PC-Lüfter innerhalb des Terrariums wurde mittels eines Abluftkanals (wie sie für Ablufthauben genutzt werden) in den Aufbau der Rückwand integriert. Dieser 'Lüftungsschacht' reicht von der Abdeckscheibe bis zum Bodengrundaufbau. Darin habe ich ganz unten den Lüfter angebracht, so dass die Luft von unten nach oben umgewälzt wird. Den Abluftkanal habe ich unten und oben mit Gafferband abgedichtet, die Öffnungen für den Luftein- bzw. Luftauslass mit Fliegengitter gesichert, danach die Ober- und Unterseite, sowie die Front und die Seiten dick mit AquarienSilikon eingeschmiert und das Ganze in XaximStreu gewälzt. Nachdem ich den 'Schacht' gut zwei Tage habe trocknen lassen, wurde dieser genau mittig im Terrarium mit AquariumSilkon an der Rückseite des Terrariums befestigt.
- Die Kabel für den Lüfter und die Pumpe sind unter der Lichtrasterplatte verlegt und werden mittels eines Kabelrohrs aus dem Terrarium geleitet. Aufgrund der Xaxim-'Panade' sind weder der Abluft- noch der Kabelkanal im Terrarium sichtbar, außer man weiß wonach man suchen muss.

Das Hauptproblem bei einem Regenwaldterrarium ist die dringend erforderliche Luftumwälzung und der Luftaustausch innerhalb des Terrariums. In einem Terrarium finden sich meist Lüftungsgitter im unteren Bereich der Frontscheibe und halt in den Abdeckscheiben. Nach dem Gesetz der Thermodynamik kommt es so zu einer automatischen Luftumwälzung und einen dadurch entstehenden Luftaustausch. Warme Luft steigt nach oben, entweicht über die Lüftungsgitter in der Abdeckscheibe und durch den dadurch entstehenden Sog wird automatisch kältere Luft über die unteren Lüftungsschlitze an der Frontscheibe dem Terrarium zugeführt.

Schon bei einem ExoTerra Terrarium ist diese für das Mikroklima zwingend notwendige Dynamik nur bedingt gegeben, da habe ich ordentlich nacharbeiten müssen. Ich kann nicht sagen, wie man das Ganze in einem geschlossenen System wie einem Aquarium gewährleisten kann. Aber es scheint zu funktionieren, gibt genügend Anschauungsmaterial auf YouTube zu diesem Thema, vielleicht findest du dort Inspirationen für dein Vorhaben. Bin gespannt ...


Liebe Grüße
Heike


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RE: Regenwaldterrarium mit Pfeilgiftfröschen und Miniorchideen

#41 von Sunflower , 10.01.2018 16:33

Hallo Heike,

vielen Dank für deine Mühe, mir so ausführlich zu antworten! Da sind noch ein paar sehr feine Denkanstöße für mich dabei. Mein Aqua-Paludarium ist oben offen, ich will es aber in irgendeiner Form dennoch abdecken und ggf. mit kleinen PC-Lüftern arbeiten. Da ich dort definitiv keine Frösche einsetzen kann, weil der Landteil eigentlich nur ein nachträglich eingeklebter Keil ist, wird es max. im Wasserteil mit Fischen bestückt. Dachte zum Beispiel an Copella arnoldi, weil es superspannend wäre, deren interessantes Fortpflanzungsverhalten mal zu erleben bzw. zu schauen, ob sie es zeigen.

Für den Landteil/Keil überlege ich nun, die Xaxim-Platten zu nutzen und mittels Zimmerbrunnenpumpe und Wasserausströmer (diese länglichen flötenähnlichen mit den vielen Löchern) direkt Wasser aus dem Wasserteil einmal am Tag per Zeitschaltuhr über den Landteil fließen zu lassen. Da wäre dann der Dünger gleich mit drin für ein paar Orchis. Nur über einen möglichen Ablauf mache ich mir grad Gedanken. Wurzeln habe ich jede Menge noch rumliegen, auch Sand ist da. Wie das halt so ist als Aquarianer. Als Rückwand werde ich wie immer schwarze Folie von außen anbringen, so dass man dann von irgendwelcher Kabellage nichts mehr sieht. Und dann kommt vermutlich eine Aufsetzleuchte drauf, die ich noch übrig habe.

Ich werde es aber sicherlich nicht sobald umsetzen können, weil ich vorher noch den Keil etwas höher und flacher setzen will und außerdem ein Glasstabilisator von der Rück- an die Vorderseite wandern muss. Mein noch vorhandenes Aqua-Silikon dürfte aber schon eingetrocknet sein und ich kann derzeit kein neues besorgen (grad nicht mobil). Aber Pläne schmieden und mich weiter informieren, das kann ich schonmal.


Liebe Grüße,
Conny


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