Lonis Orchideenforum

An Aus

RE: Phal. Kenanga

#31 von Waltraud , 29.10.2011 17:51

Wird zwar noch etwas dauern bis zur Blüte , aber ich freu mich für Dich !
Die Blüten halten schon lange .


Waltraud
Waltraud

RE: Phal. Kenanga

#32 von Mór Ríoghain , 29.10.2011 17:53

Danke Waltraud, freu mich einfach nur, dass sie endlich mehr als Blätter macht.
Meine Kenanga as Schwerte blüht ja auch immer zahlreich und lange :-)


Mór Ríoghain
Mór Ríoghain

RE: Phal. Kenanga

#33 von Edens Tochter , 04.04.2012 23:53

Meine Kenanga (auch javanica var. alba x amboinensis var. flava von Schwerter) schiebt mal wieder Blüten nach aus den alten Trieben. Sie blüht bei mir ganz problemlos, ist aber sonst überhaupt nicht gewachsen in dem Jahr, das ich sie jetzt ungefähr habe. Ich hoffe mal, dass sie nach der Blüte endlich an Substanz zulegt.




Die Blüte gefällt mir übrigens unheimlich gut, ich steh total auf diese fein gezeichneten, gelblichen Blüten und sowieso auf alle flava-Formen


Edens Tochter
Edens Tochter

RE: Phal. Kenanga

#34 von Jensli , 05.04.2012 07:42

Zitat von Edens Tochter
Meine Kenanga (auch javanica var. alba x amboinensis var. flava von Schwerter) schiebt mal wieder Blüten nach aus den alten Trieben. Sie blüht bei mir ganz problemlos, ist aber sonst überhaupt nicht gewachsen in dem Jahr, das ich sie jetzt ungefähr habe. Ich hoffe mal, dass sie nach der Blüte endlich an Substanz zulegt.



Ich habe auch eine Pflanze aus dieser Charge gekauft, die übrigens unterschiedlich und dazu wahrscheinlich noch falsch etikettiert ist. Denn aufgrund der Streifen liegt die Vermutung nahe, dass wenigstens ein Elternteil keine flava/alba gewesen ist. Ich habe mir damals die Mühe gemacht (es gab ja nur ca. 30 Pflanzen von dieser PH, die über dem ersten Tisch links im Warmhaus hingen) und sämtliche Etiketten durchgeschaut. Ich staunte nicht schlecht, als ich unterschiedliche Namen fand. Bei einigen stand ambo flava x javanica, bei anderen jedoch ambo flava x javanica alba.

In der Charge gab es etwa drei bis vier Pflanzen, die tatsächlich wie eine reine alba/flava-PH aussahen, also ohne Zeichnung waren. Ich habe eine der letzten erwischt, die wenigstens noch annähernd in diese Richtung gehen. Der Rest war stark gestreift wie deine Pflanze. Hier mal ein Blütenfoto von meiner (Habitus reiche ich nach):





Was ich so in anderen Foren lese, zeichnen sich die Pflanzen aus dieser Charge überwiegend durch Blühfreude, aber schlechtes Wachstum aus. Von einer Pflanze weiss ich, dass sie eingegangen ist (leider eine der schönsten, ganz ohne Streifen).
Ich muss es leider sagen: meine Kenanga ist die zickigste Pflanze, die ich zur Zeit im Bestand habe! Seit ich sie nach dem Kauf umgetopft habe, wächst sie nur rückwärts, schob aber einen zweiten BT und blühte bis vor kurzem ununterbrochen. Wurzeln hat sie praktisch keine mehr, nach dem letzten Umtopfen (ich probierte verschiedene Substrate aus, aber keines hat ihr bis jetzt zugesagt) wurden ein Blatt und beide Bt's gelb und fielen ab; ich hatte sie schon endgültig abgeschrieben und wollte sie demnächst entsorgen, da schob sie plötzlich ein Herzblatt, das nun gut heranwächst. Aber Wurzeln macht sie immer noch keine! Ambo flavas gelten ja als zickig - anscheinend haben sich die schwierigen Eigenschaften beider Elternpflanzen in diesen PH's vererbt...


Jensli
Jensli
zuletzt bearbeitet 05.04.2012 07:45

RE: Phal. Kenanga

#35 von Edens Tochter , 05.04.2012 09:15

Meine Pflanze war auch als ambo flava x javanica etikettiert, als ich bei Schwerter nachgefragt hab, hats aber geheißen, es ist definitiv eine Kreuzung mit javanica alba.
Ich find die Erklärung ganz plausibel, dass die fehlenden Pigmente nicht dominant vererbt werden und es somit wirklich ambo flava x javanica alba ist.
Vielleicht wurden die Pflanzen bei Schwerter auch nachträglich verschieden etikettiert, als man gesehen hat, dass manche wie Kreuzungen mit javanica alba und die meisten wie Kreuzungen mit normaler javanica aussehen? Nur so ein Gedanke.

Jensli, deine ist ja sehr süß! Da kommt die javanica (ob nun alba oder normal) schön durch.


Edens Tochter
Edens Tochter

RE: Phal. Kenanga

#36 von Jensli , 05.04.2012 09:43

Zitat von Edens Tochter
Meine Pflanze war auch als ambo flava x javanica etikettiert, als ich bei Schwerter nachgefragt hab, hats aber geheißen, es ist definitiv eine Kreuzung mit javanica alba.
Ich find die Erklärung ganz plausibel, dass die fehlenden Pigmente nicht dominant vererbt werden und es somit wirklich ambo flava x javanica alba ist.
Vielleicht wurden die Pflanzen bei Schwerter auch nachträglich verschieden etikettiert, als man gesehen hat, dass manche wie Kreuzungen mit javanica alba und die meisten wie Kreuzungen mit normaler javanica aussehen? Nur so ein Gedanke.

Jensli, deine ist ja sehr süß! Da kommt die javanica (ob nun alba oder normal) schön durch.



Ja, diese Erklärung fand ich auch plausibel und da ich zumindest eine völlig pigmentlose Blüte selbst gesehen habe, wird es wohl zutreffen. Schade nur, dass es so wenig pigmentfreie Blüten gegeben hat.
Danke, ich habe sie auch u.a. deswegen ausgesucht, weil sie einer javanica alba in XXL ähnelt.


Jensli
Jensli

RE: Phal. Kenanga

#37 von Pantöffelchen , 05.04.2012 11:34

Hallo ihr Lieben,

jetzt muss ich mal was zu diesem ganzen Vererbungswirrwarr loswerden...

also, wenn es so ist (und das klingt absolut plausibel), dass der alba oder flava Faktor rezessiv (d.h. nicht dominant) vererbt wird, dann kann eine reine alba oder flava Pflanze keinen Faktor mehr für die Farbpigmente der "normalen", also durchgefärbten Pflanze haben, da sonst der Phänotypus (sprich das äußere Erscheinungsbild der Blüte) aussähe wie eine normal gefärbte Pflanze. Nur wenn sie reinerbig die Gene für alba bzw. flava trägt, kann sie dieses Erscheinungsbild haben.

Was nun bei den Pflanzen von Schwerte sein könnte, wäre, dass man eine mischerbige javanica alba oder amboinensis flava hatte (mischerbig bedeuted dann, dass ein Elternteil der z.B. javanica eine normale durchgefärbte Pflanze war und die andere eine alba), die dann aussieht wie eine durchgefärbte javanica oder amboinensis, aber rezessive Gene der flava bzw. alba Form trägt und diese in einer Verkreuzung mit einer weiteren flava bzw. alba Pflanze dann sichtbar weitergibt, wenn die dabei entstandene "Tochter"-Pflanze von jedem der Elternpflanzen je ein rezessives Gen bekommt, so dass die "Tochter"-Pflanze wieder reinerbig nur pigmentlose Gene trägt.

Angenommen es würde sich bei der Verkreuzung der Pflanzen um eine amboinensis flava handeln (da diese ja häufiger vorzukommen scheint als die javanica alba) und eine javanica mit einem alba und einem nomalen Elternteil, so entstünden hierbei Pflanzen, die im günstigsten Fall zur Hälfdte der Nachkommen Zeichnungslos also flava oder alba sind (weil diese die beiden rezessiven Gene bekamen) und zur anderen Hälfte mit Zeichnung erscheinen (da sie nur ein rezessives Gen für flava bzw. alba hhaben und ein dominantes für die normale Färbung).
Geht man weiterhin davon aus, dass die alba Form der javanica und auch die flava Form der amboinensis zickiger sind als die normalen Formen, kann man glauben, dass von den Sämlingen die gezeichtneten - also die mischerbigen - besser wachsen und daher mehr hiervon im Handel sind.


Liebe Grüße
Ute


Pantöffelchen
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RE: Phal. Kenanga

#38 von Jensli , 05.04.2012 16:48

Danke Ute, für deine detaillierte Ergänzung!

Hier nun das versprochene Foto vom Habitus:



Das Herzblatt links, das sie in Schwerte begonnen hatte, ließ sie trotz kurzem Transport bei mir stehen. Nun endlich schiebt sie ein neues. Mal sehen, was sie noch für Überraschungen bereithält...


Jensli
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RE: Phal. Kenanga

#39 von *Heike* , 05.04.2012 19:27

Meine ist auch erstmal rückwärts gewachsen. 4 Blätter geschmissen, Herzblatt verkrüppelt, Würzeln vergammelt.... Sie war schon kurz vor der Tonne. Aber jetzt scheint sie langsam die kurve gekriegt zu haben. Die Wurzeln wachsen wieder und es sind wieder ein paar Knöspchen zu sehen.
Habe sie in Seramis Substrat.


LG Heike

Was der Sonnenschein für die Blumen ist, dass sind lachende Gesichter für die Menschen.


*Heike*
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RE: Phal. Kenanga

#40 von Loni , 05.04.2012 19:33

Könnte ich jetzt von meiner nicht behaupten. Meine wuchs sehr gut. Ostfenster, Seramissubstrat.....ohne Probleme eigentlich....
Hab sie ja mittlerweile abgegeben.


Liebe Grüße Loni


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RE: Phal. Kenanga

#41 von Waltraud , 05.04.2012 19:43

Ja , und die wächst weiter so gut .
Sie bildet fleißig BT !


Waltraud
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RE: Phal. Kenanga

#42 von Anita , 05.04.2012 20:06




Liebe Grüße Anita


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RE: Phal. Kenanga

#43 von schnattchen , 05.04.2012 22:03

Ute, deine Erklärung klingt plausibel was die Färbung betrifft.

Aber mit dem Wachstum, muss das das gleiche Gen sein, oder kann die Pflanze mit wenig Zeichnung nicht auch hier dann da dominante Gen von der nicht alba Pflanze haben?


Lg Nadja


schnattchen
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RE: Phal. Kenanga

#44 von Pantöffelchen , 06.04.2012 14:58

Zitat von schnattchen
Ute, deine Erklärung klingt plausibel was die Färbung betrifft.

Aber mit dem Wachstum, muss das das gleiche Gen sein, oder kann die Pflanze mit wenig Zeichnung nicht auch hier dann da dominante Gen von der nicht alba Pflanze haben?



Hmm, hab ich deine Frage jetzt richtig verstanden... ich weiß nicht.

Also alle Kenanga, die eine mehr oder weniger ausgeprägte Zeichnung haben und aus einer solchen Verpaarung, in der es sowohl alba/flava Nachkommen und Nachkommen mit Zeichnung entstehen, tragen auch eine Erbinformation von der alba bzw. flava Pflanze, die für ein schlechteres Wachstum verantwortlich sein soll. Es ist zu vermuten, dass dies an die Farbe gekoppelt ist.
alle Kenanga ohne Zeichnung und weißer Lippe tragen keine Anlage für Zeichnung, sondern nur flava und alba.

Um mal zu verdeutlichen wie die Erbfolge mit den Erbaanlagen konkret aussieht, hab ich mal was gemalt


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die ovale unter den Blüten stehen für die Erbanlagen der Pflanze. gelb = flava (rezessiv), weiß = alba (rezessiv), gestreift = normal Färbung (dominant)

Allerdings kann man nur bedingt erklären, warum die eine Pflanze bei ihrem Besitzer schlechter oder besser wächst und die eines anderen nicht so gut oder besser.
Um das Wachstum realistisch vergleichen zu können, müßte man es in einer Versuchsreihe testen, in der alle Nachkommen unter absolut gleichen Bedingungen wachsen. Dadurch dass sie in alle Richtungen verteilt wurden, unterscheiden sich die Bedingungen wie Wasserqualität (auch Regenwasser hat in den verschiedenen Gebieten nicht gleiche µS), Wärme, Licht, Düngerzugaben... die genetische Veranlagung ist also nur ein Teil des Ganzen.


Liebe Grüße
Ute


Pantöffelchen
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RE: Phal. Kenanga

#45 von Anita , 06.04.2012 16:23

Wow danke Ute! Das ist sehr informativ!


Liebe Grüße Anita


Anita
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